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15 Räume in 3 Monaten

Ich habe eben mal durchgezählt: 15 „fremde“ Räume, in denen ich in den letzten drei Monaten gearbeitet habe. 15 Orte, die gegeben sind, die ich nicht selbst gestaltet habe, zu denen ich hingefahren bin. Das ist normaler Alltag für viele von uns Berater*innen. Wir fahren quer durch die Stadt, teileweise auch quer durch das Land. Auf der Fahrt kann ich unter meiner Maske in der Bahn oder im Stau, je nachdem wie ich gerade unterwegs bin, meine Gedanken sammeln und mich auf die kommende Situation und auf die Kund*innen einstellen. In der Regel habe ich mindestens eine große Tasche mit meinen Utensilien dabei… und hierüber haben wir INSIGHT-Coaches uns in der letzten Woche ausgetauscht: Wie gestalten wir die Räume für das Coaching, die Mediation oder das Training, wenn wir nicht in unseren eigenen Räumen arbeiten? Was nehmen wir mit? Welche Werkzeuge oder Hilfsmittel können hilfreich sein?


Es gestaltet sich für mich einfacher, wenn ich ein Tages-Training, ein Seminar oder Workshop halte, denn ich habe Freude daran, die Flipcharts vorher anzufertigen und dann in den Räumen zu präsentieren. Ein Flipchart gibt es meistens oder ich habe Garderobenhaken dabei, um die Flips an Schränken, Türen oder sonst wo aufzuhängen. Das ist schon einmal der erste Anker für mich und der erste Moment, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Außerdem habe ich mein Material dabei und „sichere“ mir durch Karten, Stifte, etc. meinen Bereich. In der Mediationsausbildung sorgen wir stets für einen schönen, großen Blumenstrauß in der Mitte des Raumes.


Anders ist es, wenn ich einen kürzeren Zeitraum von zwei, drei oder vier Stunden woanders, als in meinem eigenen Büro arbeite und eben nichts präsentiere, sondern den Prozess der Kund*innen strukturiere. Vor kurzem saß ich mit vier Leuten in einem Konferenzraum an einem langen Tisch, rundherum standen ca. 20 Konferenzsessel. Es gab nichts Persönliches, kühles Licht und zu wenig Platz, um das Setting umzugestalten. Immerhin hatte der Ausblick aus den vielen Fenstern etwas Besonderes, aber leider regnete es auch noch, so dass die trübe Stimmung von außen auch noch in den Raum strahlte. Nun kann ich keinen blauen Himmel bestellen oder nur arbeiten, wenn die Sonne scheint, allerdings kann ich die Atmosphäre mit einigen Accessoires aufpeppen. Beispielsweise kann ich, wenn es zu mir, der Kundin und der Situation passt, Emotions- oder Motivationskarten auslegen oder auch hier könnte ich meinen Bereich abstecken, indem ich mein Material präsentiere. Dieses könnte in einem hübschen Körbchen oder mit einer Kerze oder Glocke aufgepeppt werden, wenn es zu meinem Stil passt – wichtig ist die Authentizität.


Einfach zu gestalten ist die Sitzordnung, die ich mühelos vorgeben kann. Und dann bin ich selbst natürlich mein bestes Material: Ich lasse Zeit zum Ankommen, begrüße die nach mir Eintretenden mit einem Lächeln und schenke ihnen meine volle Aufmerksamkeit. Ich kann selbst Ruhe ausstrahlen und mit meiner eigenen Präsenz den Raum füllen.


Peter Bukor hat die Idee eingebracht, den „sicheren mediations-Rahmen" mit einem schönen goldenen Bilderrahmen mit dem Wort SICHERHEIT zu visualisieren. Der könnte auch gleich als Fixpunkt dienen, wenn ich den Rahmen der Mediation (Gesprächsvereinbarung, Vertraulichkeit, Allparteilichkeit, …) erkläre. Diese Idee habe ich etwas abgewandelt und ein weiteres Accessoire wandert nun in meine Tasche, die ich immer dabei habe, wenn ich unterwegs bin und meine Kund*innen aufsuche.




https://www.agentur-insight.de/kubuslebensfreude



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